Johanna Thieleke sprach stellvertretend für die Fachschaft Erdkunde Sr. M. Ulrike ihren Dank aus und bezeichnete sie als „Geographin mit göttlicher Gelassenheit“. Bildung sei für sie immer die Verbindung von „Kopf“ und „Herz“ gewesen. Sr. M. Ulrike sei immer ein guter „Kompass“ im Schulalltag gewesen, auch wenn es mal „tektonisch“ geworden sei.
Petra Ritter-Osterfeld verlas, sichtlich berührt, die Dankesworte der Fachschaft Religion und betonte, dass Sr. M. Ulrike ihre Arbeit stets als „Dienst am Nächsten“ (Actio) verstanden habe. Die „Rückbesinnung auf Gott und unsere Wurzeln“ (Contemplatio) sei ihr genauso wichtig gewesen, wie das „Erkunden neuer Räume“ (Erdkunde) und der „Beistand in seelischen Krisenzeiten“ (Communio). Frau Ritter-Osterfeld wünschte sich, dass auch nach dem Ende der Dienstzeit von Sr. M. Ulrike und dem Wegfall eines nach außen sichtbaren Bezugs zum Kloster, der Geist der Schwestern, ihre Prinzipien und Verhaltensweisen, weiter am Leben gehalten werden.
Mitglieder des Lehrerrats gestalteten den Abschiedsgruß des Kollegiums als Abiturklausur – einem Format, mit dem Sr.M.Ulrike im Rahmen ihrer Funktionsstelle mehr als vertraut gewesen ist. Das Gremium hatte im Vorfeld O-Töne des Kollegiums als Konglomerat von Sr. M. Ulrikes Eigenschaften gesammelt, aus dem sie folgende Charakterzüge exemplarisch vorstellten: „Menschliche Wärme / Empathie: Der Blick für alle Schülerinnen, Schüler und das Kollegium wird fehlen“; „Fels in der BRANDung: Verlässlichkeit und Kompetenz“; „Brückenbauerin zwischen zwei Welten: lebendiges Bindeglied, Bildung mehr als nur Vermittlung von Fakten, eine Ära endet“.
Die Mitglieder des Schulpastoralkreises, der – so Schulseelsorgerin Bettina Schmidt – für die Vernetzung der drei Schulen St. Michael auf spiritueller Ebene stehe, überreichten Sr. M. Ulrike eine Pflanze mit besonderen Wünschen, die auf Papierblüten geschrieben wurden. Auch die Vertreterinnen der Elternschaft, der SV und VeSch bedankten sich bei Sr. M. Ulrike für ihr immer offenes Ohr bei allen Fragen und Problemen. Die Vertreter des Elternfördervereins schlossen zudem mit dem Wunsch, dass der gute und besondere Geist der Ordensfrauen auch nach dem Fortgang der letzten Ordensschwester an St.Michael Bestand haben möge.
Im Namen der Kollegien von Realschule und Grundschule betonten die Schulleitungen die Verlässlichkeit, Zugewandtheit und das immer echte Interesse für die ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler. Sie habe schulübergreifend die Übergänge durch ihre vertrauensvolle, klare und stets wohlwollende Zusammenarbeit für alle gewinnbringend begleitet.
Die einzelnen Programmpunkte wurden durch feierlich und gekonnt präsentierte Musikstücke von aktuellen und ehemaligen Musiktalenten des Gymnasiums St. Michael begleitet. Kolja Berning, Jana Telgenbüscher und Jonas Walter begeisterten am Klavier und Cello mit klassischer Musik, Stefan Jung spielte im Dom die Orgel und begleitete den Lehrerchor am Klavier. Der Domkantor Patrick Cellnik spielte zusammen mit Kolja Berning eine Sonate für Klavier zu vier Händen.