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© Mariengymnasium Arnsberg
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Gemeinsam wachsen und Zukunft gestalten

Mariengymnasium feiert die Einführung des neuen Schulleiters Andreas Thiemann und die Einweihung des Erweiterungsbaus

Mit der feierlichen Einführung von Andreas Thiemann als Schulleiter und der Einweihung des neuen Erweiterungsbaus kamen am 24. September 2026 zwei besondere Anlässe am Mariengymnasium in Arnsberg zusammen. Der Festtag verband neue Verantwortung mit der Weiterentwicklung des Schulstandortes.

Zahlreiche Gäste aus Kirche, Schule und Stadt begleiteten die Feier. Zu ihnen gehörten Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Leiter des Bereichs Schule und Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, Diakon Christian Majer-Leonhard, Leiter der Abteilung Schulaufsicht, und Bürgermeister Ralf Paul Bittner. Auch Schulleitungen benachbarter Schulen sowie weiterer Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn waren vertreten.

Den richtigen Augenblick ergreifen

Den Auftakt bildete eine Eucharistiefeier in der Propsteikirche. Hauptzelebrant war Dompropst Monsignore Joachim Göbel. Gemeinsam mit Propst Stephan Schröder und Pater Werner, der über viele Jahre in der Schulseelsorge am Mariengymnasium tätig war, feierte er den Gottesdienst mit der Schulgemeinschaft und den geladenen Gästen. In seiner Predigt stellte Dompropst Göbel Chronos und Kairos gegenüber: die fortlaufende Zeit des Alltags und den besonderen Augenblick, der erkannt und ergriffen werden will. Auch Andreas Thiemann habe mit der Entscheidung, die Leitung des Mariengymnasiums zu übernehmen, einen solchen Kairos ergriffen. Die Klasse 6c brachte mit ihrem Akrostichon „Wir wachsen zusammen“ das Motiv des gemeinsamen Wachsens in den Gottesdienst ein. Ein Wildapfelbaum mit Wünschen aus den Klassen gab diesem Gedanken anschließend eine konkrete Form.

 

Verantwortung übernehmen und Schule gestalten

Im Forum führte Roland Karrasch, StD i.K., als Vertreter der kirchlichen Schulaufsicht des Erzbistums Paderborn Andreas Thiemann offiziell in sein Amt ein. Mit einem Verweis auf das Lied „Sauerland“ von Zoff griff Karrasch Ehrlichkeit, Pragmatismus und die Bereitschaft zum Anpacken als Ausdruck einer sauerländisch-westfälischen Haltung auf und verband diese mit der neuen Leitungsaufgabe. In einer eigens gedichteten Strophe nahm er das Leitwort des Mariengymnasiums „Glück durch Zuwendung“ auf und zeichnete das Bild einer Schule, in der gelebte Nächstenliebe das tägliche Miteinander prägt.

Bürgermeister Ralf Paul Bittner hob die Bedeutung von Bildung für Kinder und Jugendliche ebenso hervor wie für die Stadt Arnsberg und würdigte die Investition des Erzbistums Paderborn in den Schulstandort. Elternschaft, Schülervertretung und Lehrerrat verbanden mit dem Leitungswechsel den Wunsch nach Offenheit, Dialog und gemeinsamer Weiterentwicklung.

In seiner Ansprache betonte Thiemann, dass eine Amtseinführung nicht allein einer Person, sondern ebenso dem Amt und der damit verbundenen Verantwortung gelte. Er dankte seinem Stellvertreter Matthias Beine für dessen Engagement beim Neubau und für die kommissarische Leitung der Schule im zweiten Halbjahr des vergangenen Schuljahres. Auch seinen Vorgänger Herbert Loos würdigte er für dessen Anteil an der Entwicklung des Mariengymnasiums und am Erweiterungsbau.

Für die weitere Schulentwicklung wolle Thiemann auf dem Gewachsenen aufbauen, zuhören und unterschiedliche Perspektiven einbeziehen. Geleitet vom pfadfinderischen Leitgedanken „look at the child“ müsse der einzelne junge Mensch mit seiner Entwicklung im Zentrum stehen. Neben Fachwissen nannte Thiemann kritisches und vernetztes Denken, Kreativität, Kollaboration, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung als wichtige Voraussetzungen für Bildung in einer sich wandelnden Welt.

Neue Räume für Lernen und Gemeinschaft

Am Nachmittag stand die Einweihung des Erweiterungsbaus im Mittelpunkt. Dr.-Ing. Aldo Licker vom Dortmunder Architekturbüro Bolle Licker stellte ein Konzept vor, das Lern- und Lebensqualität mit Nachhaltigkeit verbindet. Sichtbares Holz und unterschiedliche Raumqualitäten gehören ebenso dazu wie Photovoltaik, Wärmepumpe, Dachbegrünung und Regenwassernutzung. Dompropst Monsignore Göbel stellte den Neubau aus Sicht des Schulträgers in den Zusammenhang ganzheitlicher Bildung und christlicher Schöpfungsverantwortung. Die Investition gelte jungen Menschen und ihrer Zukunft. Anschließend segnete er drei Kruzifixe für die neuen Räume. Auch die Schülervertretung brachte mit einer humorvollen „offiziellen Neubauabnahme“ ihre Perspektive ein.

Gewachsenes weitertragen

Zum Abschluss erinnerte der stellvertretende Schulleiter Matthias Beine mit seinem Vortrag über die „Lebenslinien des Mariengymnasiums“ an Geschichte und Identität der Schule. Er spannte einen Bogen vom Wirken der Armen Schulschwestern über die Übernahme der Trägerschaft durch das Erzbistum Paderborn bis zum heutigen Erweiterungsbau. Dabei zeigte er, wie Gewachsenes weitergetragen und unter neuen Bedingungen weiterentwickelt wird. Symbolisch dafür stehen drei Bäume: der Mammutbaum von 1878, die Eiche von 1993 und die Kornelkirsche von 2026.

Mit der gemeinsamen Pflanzung der Kornelkirsche vor dem Neubau gaben Andreas Thiemann und Matthias Beine dem Gedanken des Weitertragens eine sichtbare Form. Dazu passten die Worte auf der letzten Folie von Beines Präsentation: „Wir sagen DANKE und übernehmen.“

Einführung und Einweihung verbanden sich damit zu einem gemeinsamen Auftrag: das Gewachsene weiterzuführen, neue Räume mit Leben zu füllen und junge Menschen auf der Grundlage christlicher Werte in ihrer Entwicklung zu begleiten und für ihre Zukunft zu stärken.

Mit einem gemeinsamen Anstoßen klang die Feier aus.

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