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Seelsorgestunde(n) im Erzbistum Paderborn

Seelsorgestunden sind wertvoller Teil und unverzichtbarer Auftrag für die Pastoralen Räume und deren pastorales Personal zur kirchlichen (Mit-)Gestaltung von Grundschulen als pastorale Zukunftsorte. Diese Seiten sollen Sie dabei unterstützen und Fragen beantworten sowie Ansprechpersonen vermitteln.

Nebenamtliche Kräfte in Seelsorgestunden einsetzen - Engagement fördern

Ab dem Kalenderjahr 2022 ist die Antragstellung zur Erteilung von Seelsorgestunden von nebenamtlichen Kräften dort möglich, wo es zu Engpässen im Bereich des pastoralen Personals kommt. Das soll die Seelsorgestunde stärken. Dazu finden Sie im Kirchlichen Amtsblatt für die Erzdiözese Paderborn (02 / 2022) einige Grundlagen und Richtlinien für diesen Einsatz. Die beantragten und tatsächlichen Personalkosten für die jeweiligen Einzelfallentscheidungen werden vollständig durch das Erzbistum refinanziert.

Die dazu nötigen Anträge erhalten Sie auf Anfrage bei der zuständigen Referentin und werden nach Antragstellung durch die Abteilung Schulpastoral bearbeitet.

Ihre Ansprechpersonen

Nicola Maier

Referentin für Grundschulpastoral
Telefon: 05251-1251245
Sarah Münsterteicher +++ Foto: Besim Mazhiqi

Sarah Münsterteicher

Referentin für Grundschulpastoral und das Mentorat
Telefon: 05251/125-1584

FAQ zum Thema Seelsorgestunden

Der kompetenzorientierte Lehrplan für die Grundschulen in Nordrhein-Westfalen legt den Fokus auf Kompetenzentwicklung und -förderung, Wissensvermittlung und die Anlage einer grundlegenden religiösen Bildung.[1] Auch performative Zugänge sind eine gute Möglichkeit, Symbole, Rituale und Handlungen des eigenen katholischen Glaubens zu erfahren und kennenzulernen. Die Seelsorgestunde bietet darüber hinaus die besondere Chance, die religiösen Lerninhalte auf das Leben in der Ortsgemeinde oder örtlichen Pastoralen Raum zu übertragen. Sie bietet den Kindern die Möglichkeit, Menschen zu erleben und mit ihnen in Kontakt zu treten, die konkret vor Ort, in der Kirche „nebenan“ oder im Pfarrhaus „gegenüber“ arbeiten und ihren Dienst im Sinne des Evangeliums leisten. Dabei erschließen sich für die Schülerinnen und Schüler oft neue Erlebnis- und Handlungsfelder. Gerade die Vorstellung und die Einladung zu kirchlich-sozialem Engagement und das durch die Seelsorgestunde bekanntgemachte lokale Brauchtum des Jahreskreises in Liturgie und Feier können das Schulleben bereichern. Lernen wird dann besonders bedeutsam, wenn es auf die Lebenswelt und Umwelt übertragen werden kann.

Zudem bietet die Schulpastoral und so auch die Seelsorgestunde einen leistungs- und bewertungsfreien (Schutz-) Raum, in dem alle Fragen, Zweifel und Anfragen an sich selbst als Person als auch den Glauben gestellt werden dürfen. Die Seelsorgestunde und das Personal, die sie durchführt, leisten so einen wichtigen Beitrag zum humanen Schulklima und erreicht so vielleicht auch (junge) Menschen, die der Kirche und dem Glauben an sich eher abgewandt sind.[2]

Hinzu kommt die besondere Chance für das pastorale Personal vor Ort, mit den Kindern in Kontakt zu kommen, denn nirgendwo sonst bietet sich diese Möglichkeit besser als an den (Grund-)Schulen. Das Schulleben und damit das Leben der Kinder spielt sich zu einem Großteil an der Schule ab, vor allem der gebundene und offene Ganztag bindet die Schülerschaft an diesen Lern- und Lebensort. Die Offenen Ganztagsschulen und Betreuungseinrichtungen in den Schulen sind ebenso Orte, die nicht außer Acht gelassen werden sollten, man freut sich dort meist über ein breit gefächertes AG- und Betreuungsangebot, wo sicherlich auch die Ortsgemeinde ihren Beitrag leisten kann. Das sollte sinnvoll genutzt werden.

In all diesen Strukturen der Betreuung und Beschulung kommt das einzelne Kind manchmal zu kurz, trotz aller Bemühungen und individueller Förderung. Hier kann die Seelsorgestundenarbeit und Schulpastoral ansetzen: Den jungen Menschen als Ganzes sehen, seine Bedürfnisse und seine Charismen ist unsere Aufgabe – nicht umsonst sind die Themen Resilienz und Achtsamkeit wieder in aller Munde, wo doch das christliche Ansinnen und Blick auf den Menschen damit so viel gemeinsam hat. Diese „Sorge um die Seele“ der uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler muss wieder mehr in den Blick genommen werden – neben allem Leistungs- und Notendruck.

Vor diesem Hintergrund bekommt die „Seelsorgestunde“ an Schulen, wie sie im Erzbistum Paderborn eine lange Tradition hat, eine wichtige „Auf-Gabe“. Viele Impulse können einerseits für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und andererseits für das gesamte Schulleben von dieser Einrichtung ausgehen.Der gute Kontakt zu den Pfarrgemeinden, die Möglichkeiten, Lernorte zu wechseln und das Leben im Umfeld der Schule zu entdecken, realisiert sich in der Seelsorgestunde im besonderen Maße.

[1] Vgl. Lehrplan für die Primarstufe in Nordrhein-Westfalen (2021), S. 154f. Abzurufen unter: https://www.schulentwicklung.nrw.de/lehrplaene/upload/klp_PS/ps_lp_sammelband_2021_08_02.pdf

[2] Vgl. Deutsche Bischofskonferenz (Hg.), Im Dialog mit den Menschen in der Schule. Eckpunkte zur Weiterentwicklung der Schulpastoral, Bonn 2020, S. 5ff.

Im Zusammenspiel der verschiedenen Lernorte des Glaubens (Familie, Religionsunterricht, Gemeindekatechese) kann die Seelsorgestunde eine besondere Rolle spielen: Sie versteht sich in besonderem Maße als Einstimmung, Hinführung und Einübung in Vollzüge des Glaubens auf dem Hintergrund konkreter Orts- und Schulgemeinden bzw. Gruppen, die sich aus diesen Gemeinden bzw. Pastoralen Räumen zusammengefunden haben.

Die Grundausrichtung des Religionsunterrichts ist zunehmend diakonisch, d. h. durch die Teilnahme am Religionsunterricht eröffnen sich Schülerinnen und Schüler überhaupt erst Sensibilität(en) für die religiöse Dimension der Wirklichkeit. Oft ist der Religionsunterricht oder eben die Seelsorgestunde der einzige Ort, an dem überhaupt eine Berührung mit Spiritualität und dem Glauben der Kinder oder auch dem Glauben Anderer geschieht. Das ist die klare Konsequenz und Folgerung aus der immer kirchenferner werdenden Gesellschaft. Hier muss Kirche in die Schulen gehen, denn dort sind die jungen Menschen, die sie ansprechen kann und möchte. Schülerinnen und Schüler verbringen einen sehr großen Teil ihrer Zeit in der Schule – und wenn man noch Berührungs- und Kontaktpunkte mit jungen Menschen als Kirche haben möchte, kommt man um den Ort Schule nicht herum. Dieses Engagement wird in der Zukunft wahrscheinlich noch viel wichtiger, denn an den Schulen kann Kontakt zur Schülerschaft und ihren Familien hergestellt werden, wenn dies in der Gemeindearbeit immer schwieriger wird. Frei nach dem Motto „Kirche muss da sein, wo das Leben spielt“ – und das ist und bleibt für die Kinder die Schule.

Schülerinnen und Schüler bekommen durch Religionsunterricht und Seelsorgestunde Hilfestellungen, die Frage nach sich selbst, nach ihren Sorgen und Nöten wahrzunehmen und auszudrücken angesichts eines Gottes, der uns mit seinem Namen – Jahwe- eine Versprechen gibt: Ich bin da wo du bist! (so übersetzte ihn Martin Buber). Dieser Gott hat nichts Wichtigeres zu tun, als das Gelingen meines Lebens in den Blick zu nehmen. Erst so vorbereitet eröffnen sich allmählich persönliche Zugänge zu Glauben und Kirche.

Das Grundanliegen der Seelsorgestunde kann mit dem Bild der Brücke zwischen Religionsunterricht und Gemeinde(-katechese) (Seelsorgestunde als Vermittlungsinstanz) beschrieben werden. Idealtypisch lassen sich in der Seelsorgestunde verschiedene, für die Einführung/-Einübung in die Praxis des Glaubens notwendige Verbindungen/Beziehungen herstellen:

  • Die Verbindung zwischen den religionspädagogischen Bemühungen in Schule sowie Religionsunterricht und dem pastoralen Engagement in Gemeinde bzw. im Pastoralverbund.
  • Verbindung zwischen Schule und Gemeinde bzw. dem Pastoralverbund über den Priester bzw. die hauptamtlichen oder nebenamtlichen Mitarbeiterinnen und Das Fachpersonal der Kirche vor Ort kann kompetent, wenn sie idealerweise auch über die Inhalte des und Möglichkeiten des Religionsunterrichts informiert sind, die Zusammenhänge beider Lernbereiche aufzeigen und lebendig werden lassen.

In der Seelsorgestunde haben sowohl die Katechetinnen und Katecheten die Chance, Schülerinnen und Schüler intensiver kennenzulernen und sie einladend für das Mitleben und Mitglauben in der Gemeinde aufzuschließen. Sie werden zu einer vertrauten Kontaktperson für die Kinder aus und in der Ortsgemeinde.

Die Seelsorgestunde ist immer auch Kirche im Raum der Schule. Dieses geschieht durch

  • die Ermöglichung altersgemäßer Glaubensvollzüge,
  • die Anbindung an eine konkrete Ortsgemeinde,
  • die Einführung in die Feier von Gottesdiensten in den Herkunftsgemeinden der Schülerinnen und Schüler,
  • die Berücksichtigung der Brauchtumselemente und konkreten Feiern des Kirchenjahres vor Ort.

Die Seelsorgestunde ist also ein institutioneller Begegnungsort zwischen Schülerinnen und Schülern und den Geistlichen bzw. sonstigen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ortsgemeinde, Pastoralverbünde bzw. der pastoralen Räume.

Im 3. Schuljahr spielt dabei die Hinführung zum Erstempfang des Buß- und des Eucharistiesakramentes in der Gemeindekatechese eine besondere Rolle. Die Seelsorgestunde führt somit das im Religionsunterricht Erlernte weiter und entlastet die in der Gemeindekatechese mitarbeitenden Eltern und andere Erwachsene, indem sie das Leben aus dem Glauben in Gebet und Lied, Fest, Brauchtum und Liturgie beschreibt, begründet und zum Mitmachen einlädt. Wie oben schon erwähnt, haben sich die Bedingungen auf Grund der oft fehlenden religiösen Sozialisation stark geändert. Um im 3. Schuljahr mit der Sakramentenvorbereitung beginnen zu können, liegt es nahe, den Boden dafür – im absoluten Idealfall – schon im 2. Schuljahr vorzubereiten. In enger Zusammenarbeit/Absprache mit der Schule/den Religionslehrkräften kann das Heranführen an Gebetshaltungen, Wortgottesdienste und kirchliche Räume eine gute Grundlage bieten für den Seelsorgeunterricht in der 3. Klasse, der sich dann auf das Sakrament der Buße und der Eucharistie konzentrieren kann.

Die Seelsorgestunde soll die Kommunionkatechese jedoch nicht ersetzen. Sie kann allerdings der Ort sein, einzelne Fragen noch einmal zu reflektieren, die sich durch die in der Regel unterschiedliche Zusammensetzung der Lerngruppe in der Schule und der verschiedenen Katechese-Gruppen in den Gemeinden ergeben. Zudem bietet sich hier die Chance für eine Nachbereitung zur Erstkommunion / Erstbeichte und die Weiterführung der dort begonnenen pastoralen Arbeit.

Aufgrund des akuten Personalmangels, auch in der Pastoral, könnte sich die Form und Art und Weise der Durchführung der wöchentlichen Seelsorgestunde auch in Projektform gestalten, wobei die Kontinuität und regelmäßige Begegnung mit den Kindern die absolut besten Chancen birgt. Es ist dennoch denkbar, zum Beispiel jedes Halbjahr ein Projekt mit einer Jahrgangsstufe oder Klasse durchzuführen. Denkbar sind zum Beispiel Formen ähnlich der Religiösen Kinderwoche, bestimmter Tagesprojekte sowie Projektwochen.

Profil der Seelsorgestunde

Das Profil der schulischen Einrichtung „Seelsorgestunde“ kann mit folgenden Eckpunkten beschrieben werden:

  • „Ich komme zu euch“/ „Ihr besucht mich …“ oder „Ich lade euch ein …!“ Seelsorgestunde: Ort der Begegnung mit den Geistlichen / Hauptamtlichen der Gemeinde/des Pastoralverbundes
  • „Es gibt noch MEHR“

Seelsorgestunde: Ort des Gebetes, der kindgemäßen geistlichen Erfahrung

  • „Sich beschenken lassen“
  • „Wir gehören dazu und machen mit“

Ziele der Seelsorgestunde

Schülerinnen und Schüler sollen in der Seelsorgestunde

  • Gemeinschaft, auch im Glauben erleben
  • basale Erfahrungen mit Spiritualität, Glauben und Ritualen sammeln
  • (liturgische, spirituelle) kindgerechte Rituale erproben und kennenlernen
  • in den Festen des Kirchenjahres und deren Mitfeier Grundaussagen unseres Glaubens (Menschenfreundlichkeit und Liebe Gottes, Leben im Tod, Geistwirken durch alle Zeit) entdecken
  • Freude erleben im konkreten Vorbereiten und Mitgestalten kirchlicher Feste und Gedenktage in Familie und Gemeinde
  • Gestaltungshilfen für wichtige Gedenktage kennenlernen und erproben
  • fähig werden, den Rhythmus des Kirchenjahres wahrzunehmen, zu verfolgen, mitzuerleben und mitzugestalten
  • das Leben großer Personen des christlichen Glaubens kennenlernen und daraus Ermutigung und Anregung für die persönliche Lebensgestaltung gewinnen
  • das Evangelium und biblische Geschichten hören und kennenlernen
  • kirchliches Brauchtum und kirchliche Glaubensstätten (neu) entdecken
  • kontinuierlich vertiefende Hilfestellungen zum eigenen Gebetsleben erfahren und erproben
  • das Bußsakrament und die Eucharistie als Geschenk Gottes an die Menschen begreifen
  • Menschen begegnen, die ihnen Achtsamkeit entgegenbringen und sie als ganzen Menschen sehen
  • Menschen finden, denen sie vertrauen können und den Raum und Zeit haben, sich ihrer „Seelen-Nöte“ anzunehmen (Gefühle, Erfahrungen, Bedürfnisse …der Schülerschaft)
  • Menschen begegnen, die ihnen das Vertrauen und den Glauben vermitteln können, sich von Gott getragen und geliebt zu wissen
  • Menschen erleben, die sie in ihrer Persönlichkeit abseits von Noten und Leistungen schätzen
  • Menschen erleben, die sie als „Kind Gottes“ an-sehen und an-nehmen
  • Menschen erleben, die sie für die Botschaft des Evangeliums be-geistern können
  • einen Platz in der Gemeinschaft der Glaubenden finden
  • Seelsorgestunden als Ort der Begegnung mit dem Leben in der Gemeinde (Kirche, Kirchenjahr, Brauchtum, soziales Engagement …) erleben

 

Verordnung über den Bildungsgang in der Grundschule (Ausbildungsordnung Grundschule – AO-GS) Vom 23. März 2005. Beachten Sie besonders 3.1.2 (https://bass.schul-welt.de/6181.htm )

 

In der Verordnung über den Bildungsgang in der Grundschule (Ausbildungsordnung Grundschule – AO-GS) heißt es dazu (https://bass.schule.nrw/pdf/6220.pdf?20260330194002):

3.1.2 Die in den Lehrplänen für die Fächer Katholische Religionslehre
und Evangelische Religionslehre in den Klassen 3 und 4 vorgesehenen
Seelsorgestunde und evangelische Kontaktstunde sind außerunterrichtli-
che Veranstaltungen.
Die Schulen sollen sich mit den für sie in Betracht kommenden Kirchen-
gemeinden in Verbindung setzen und ihre Bereitschaft zur Einführung
dieser Stunden deutlich machen. Eines Beschlusses der Schulkonferenz
bedarf es nicht.
Die Aufsicht während dieser Stunden obliegt der Schule. Sie wird von der
oder dem von der jeweiligen Kirche Beauftragten wahrgenommen. Wird
die Stunde an einem anderen Ort als der Schule durchgeführt, gilt für die
Aufsicht auf dem Unterrichtsweg sowie an dem anderen Ort Entspre-
chendes.
Die Teilnahme an der Seelsorgestunde oder der evangelischen Kontakt-
stunde ist – unabhängig von der Teilnahme am Religionsunterricht – frei-
willig. Sie wird nicht im Zeugnis vermerkt. Einmal angemeldete Kinder
sollten jedoch (bis zu einer Abmeldung) kontinuierlich an den Stunden
teilnehmen.
Die Beauftragten der Kirchen, die die Stunde erteilen, können an den Sit –
zungen der jeweiligen Fachkonferenz teilnehmen. Absprachen mit den
Religionslehrerinnen und Religionslehrern dienen der wechselseitigen In-
formation.

Aus dem Kernlehrplan Katholische Religionslehre für NRW:

„Seelsorgestunde und Schulgottesdienst“

„Den Geistlichen der Pfarrgemeinde oder den anderen für den Religionsunterricht ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im pastoralen Dienst ist Gelegenheit gegeben, Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Richtlinien und des Lehrplans an das Gemeindeleben heranzuführen. Diesem Anliegen dient die Seelsorgestunde. Eine Seelsorgestunde soll in den Klassen 3 und 4 auch über die in der Stundentafel vorgesehenen Religionsstunden hinaus angeboten werden. Die Teilnahme an der Seelsorgestunde ist – unabhängig von der Teilnahme am Religionsunterricht – freiwillig (siehe auch Nr. 3.12 VV zu AO-GS).
Schulgottesdienste bereichern das Schulleben. Sie bieten Schülerinnen und Schülern Erfahrungsmöglichkeiten mit gelebtem und gefeiertem Glauben. Sie sind in der schulischen Praxis in der Regel an den Eckdaten des Schuljahres und an den Festen im Jahreskreis der Kirche orientiert oder besonderen Themen im Religionsunterricht zugeordnet (s. auch Runderlass v. 13.04.1969, BASS 14 -16 Nr. 1).““

Und weiter heißt es im Kernlehrplan für Primarstufen:

Schulgottesdienste oder entsprechende liturgische Angebote, wie etwa Andachten, ergän-
zen und bereichern den Religionsunterricht und das Schulleben, indem sie den Schülerin-
nen und Schülern Erfahrungsmöglichkeiten mit gelebtem und gefeiertem Glauben
vermitteln. Ebenso besteht die Möglichkeit, über die Seelsorgestunde den Kontakt zur Kir-
chengemeinde herzustellen.

Vor Beginn eines neuen Schuljahres stimmen Gemeinde und Grundschule die Einrichtung von Seelsorgestunden ab. Diese finden meist in den Randstunden der Klassen 3 und 4 statt. Besonders sinnvoll ist ein paralleles Angebot beider Konfessionen, damit keine Schülergruppe beaufsichtigt oder nach Hause geschickt werden muss. Entscheidend für das Gelingen ist eine kontinuierliche persönliche Beziehung zwischen den Verantwortlichen der Gemeinde und den Schülerinnen und Schülern.

Die Vorbereitung und Durchführung der Seelsorgestunden übernehmen Geistliche oder pastorale Mitarbeitende, in enger Abstimmung mit Schulleitung und Religionslehrkräften. Die Seelsorgestunde ergänzt den Religionsunterricht, ersetzt ihn aber nicht. Zusätzlich können sogenannte Kontaktstunden angeboten werden, in denen gemeindebezogene Themen im Religionsunterricht aufgegriffen werden. Grundlage aller Kooperationen sind die Richtlinien und Lehrpläne für den katholischen Religionsunterricht in NRW.

Teilweise gibt es auch gute Erfahrungen mit Seelsorgestunden im 2. Schuljahr, insbesondere zur Vorbereitung auf die Erstkommunion. Eine weitere Möglichkeit ist die Einbindung in den Nachmittagsbereich der Offenen Ganztagsschule, etwa durch AGs oder Projektangebote. Wichtig ist dabei stets eine kreative und enge Zusammenarbeit aller Beteiligten vor Ort.

 

Hier haben erfahrene Kolleg*innen aus unterschiedlichen Pastoralteams ihre Ideen und Anregungen aus der eigenen Praxis für Sie zusammen gestellt. Lassen Sie sich inspirieren!

In Paderborn und Dortmund finden sie die erzbischöflichen Medienzentren. Dort gibt es sehr gut ausgestattete religionspädagogische Abteilungen, von Büchern, Fachliteratur über Egli-Figuren bis hin zu einer großen Sammlung Kamishibai findet sich (fast) alles, was sie für eine ansprechende Ausarbeitung der Stunden benötigen. Die Teams vor Ort sind für sie da, beraten und vermitteln mit großer Leidenschaft das passende Medium für ihr Thema.

Die Beantragung eines Ausweises ist kostenfrei.

Medienzentrum Paderborn:
Am Stadelhof 10
33098 Paderborn
05251 125 1900
mzpb@erzbistum-paderborn.de

Web: www.mz-pb.de

Medienzentrum Dortmund:
im Erzbistum Paderborn

Brackeler Hellweg 144
44309 Dortmund
Tel.: 0231-20605-300
E-Mail: Medienzentrum
Web: www.mz-pb.de

Öffnungszeiten:
Mo – Do 10:00 bis 17:30 Uhr
Fr geschlossen

https://irum.dabis.cc/ 

Hier finden Sie einige Tipps in Sachen Fortbildungen, die wir Ihnen empfehlen. Natürlich gibt es noch viele weitere tolle Angebote, die wir aber nicht alle aufführen können.

Grundschule als pastoralen Ort stärken – diese Aussage mit Leben zu füllen ist Aufgabe der Abteilung Schulpastoral. Die Abteilung unterstützt hierzu alle großen und kleinen Menschen im Lebensraum Grundschule durch Projekttage und -wochen, Vernetzungs- und Austauschangebote, Fortbildungen sowie spirituelle Angebote.

Hier finden Sie alle Infos zum Team Grundschulpastoral:

https://schule-hochschule.wir-erzbistum-paderborn.de/schulpastoral/fuer-grundschulen/

Sehr ans Herz legen wir Ihnen die Ideenbörsen Grundschulpastoral, die etwa 3-4 Mal im Schuljahr stattfinden. Dort erhalten Sie Projektideen, Gottesdienst-Entwürfe und vieles mehr, das die schulpastoral Arbeit an Grundschulen bereichert.

https://schule-hochschule.wir-erzbistum-paderborn.de/news/ideenboerse-grundschulpastoral/

Sich selbst stärken, die eigene Spiritualität vertiefen, Kraft und Motivation für Ihr Leben und den Berufsalltag schöpfen. Dazu möchte die Lehrerpastoral einen unterstützenden Beitrag leisten. Die Abteilung bietet vielfältige Angebote, die Gelegenheit zur Einkehr bieten, die zum Austausch mit Kolleginnen und Kollegen einladen, die eine Auseinandersetzung mit und konkrete Hilfestellung bei Themen anbietet und die den Lebensraum Schule ganz unmittelbar betreffen. Das Angebot richtet sich dabei bewusst an alle Lehrenden aller Schulformen und Fächer.

Sie sind herzlich eingeladen, teilzunehmen, ob zum Thema Schulgottesdienste, Krisen oder in Sachen Auszeiten.

https://schule-hochschule.wir-erzbistum-paderborn.de/schulpastoral/fuer-lehrende/

Mit Kopf, Hand und Herz – so lernen Kinder und unterrichten Lehrkräfte in der Primarstufe.
Wir bieten Religionslehrkräften in Grund- und Förderschulen dabei unsere Unterstützung durch Fortbildungen, Beratungen und persönliche Kontakte an. Nutzen Sie unsere Angebote und teilen Sie uns auch gerne Ihre Wünsche und Fragen mit.

https://schule-hochschule.wir-erzbistum-paderborn.de/religionsunterricht/grund-und-foerderschule/

Kontakt
schuleundhochschule@erzbistum-paderborn.de
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