Bei einem bildgestützten Vortrag im Neubau stellten die Gäste den Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen ihre Schule in Uganda vor. Fast 2.000 Kinder und Jugendliche besuchen die Einrichtung, die einen Kindergarten, eine siebenjährige Grundschule, eine weiterführende Schule mit fast 1.300 Schülern sowie eine Berufsschule umfasst. Deren Bildungsangebot reicht unter anderem von Landwirtschaft und Elektrotechnik über Klempnerei und Rechnungswesen bis hin zur Pflege.
Viele Kinder und Jugendliche leben während des Schuljahres, das in drei Trimester gegliedert ist, im schuleigenen Internat. Seit 2017 gehört außerdem ein Krankenhaus zur Einrichtung, das neben den Schülern auch die Bevölkerung der ländlichen Umgebung medizinisch versorgt.
Persönlicher Austausch am Mariengymnasium
Im Anschluss tauschte sich Robert Sseguija mit Andreas Thiemann aus, der das Mariengymnasium seit August leitet. Die beiden Schulleiter sprachen über ihre Schulen und die weitere Entwicklung der Partnerschaft. Begleitet wurde der Besuch von Jens Kirschner (Fachlehrer für katholische Religionslehre, Deutsch und Geschichte), der das Leuchtturmprojekt Uganda seit den Anfangsjahren maßgeblich mitgestaltet und die Schulpartnerschaft bis heute verantwortet.
Bei einem Rundgang lernten die Gäste unter anderem die Computer-, Chemie- und Biologieräume kennen. Besonderes Interesse weckte auch das historische Lehrerzimmer. Die unterschiedlichen Lernbedingungen wurden beim Vergleich der digitalen Ausstattung deutlich. Während am Mariengymnasium jeder Schüler über ein eigenes iPad verfügt, teilen sich an der Partnerschule im Informatikunterricht fünf bis zehn Schüler einen Bildschirm.
Einen sportlichen Einblick in den Arnsberger Schulalltag boten fünf Schülerinnen der achten Klassen mit einer Rhönradvorführung in der alten Turnhalle. Sportlehrer Udo Jakobi begleitete die Vorführung und erläuterte den Gästen die Besonderheiten dieser Sportart. Bei einem gemeinsamen Essen in der Cafeteria klang der Besuch aus.
Eine Partnerschaft, die verbindet
Der Besuch machte erneut deutlich, dass die Partnerschaft weit über finanzielle Unterstützung hinausgeht. Durch persönliche Begegnungen erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in andere Lebensbedingungen. Zugleich bietet ihnen das Mariengymnasium die Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen und Fähigkeiten für junge Menschen in Uganda einzusetzen. So wird der christliche Gedanke der Nächstenliebe im Schulalltag ganz konkret gelebt.
An diese gewachsene Tradition möchte die Schulgemeinschaft auch in diesem Jahr anknüpfen und unter anderem bei den Tagen der offenen Tür sowie auf dem Arnsberger Weihnachtsmarkt erneut Spenden für die Partnerschule sammeln.
Das Mariengymnasium bedankt sich herzlich bei allen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Eltern sowie weiteren Mitgliedern der Schulgemeinschaft, die sich mit großem Engagement und vielfältigen Beiträgen für die Partnerschule in Uganda einsetzen. Ihr gemeinsamer Einsatz trägt entscheidend dazu bei, dass diese besondere Verbindung seit vielen Jahren lebendig bleibt und auch in Zukunft fortgeführt werden kann.