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© Black Salmon/ Shutterstock.com
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Wenn Frieden fragil wird! Krieg und Frieden als Herausforderung für den Religionsunterricht am Berufskolleg

Jahrestagung der kath. Religionslehrkräfte an Berufskollegs im Erzbistum Paderborn 2027

Kriegerische Konflikte bestimmten verstärkt unsere Aufmerksamkeit. Vielerorts brechen sie (immer wieder) aus oder gehören schon seit Jahr(zehnt)en zum Alltag. Auch in Schule und Religionsunterricht gehen diese Ereignisse nicht spurlos an den Lerngruppen vorbei.

Die Jahrestagung 2027 möchte sich diesem Feld aus unterschiedlichen Perspektiven nähern. Neben biblischen Befunden aus dem Alten Testament, der Perspektive der Bundeswehr und einem Erfahrungsbericht aus der Militärseelsorge sollen vor allem unterrichtspraktische Impulse vorgestellt werden, diesen vielschichtigen Themenkomplex adressatengerecht für den Religionsunterricht am Berufskolleg aufzugreifen.

 

Im Folgenden finden Sie Informationen zu den einzelnen Workshops:

Workshop-Schiene I (Tag 1, 15.02.2027; Uhrzeit 14:15 – 15:45 Uhr) und II (16.00-17.30 Uhr)

Der Workshop vermittelt praxisnahe Methoden einer gewaltfreien Haltung und Konfliktbearbeitung. Welche Interventionen bewähren sich in der Praxis? Wir entwickeln kontextbezogene Ideen für eine friedensfördernde Schulkultur.

Ziel: die Konflikt- und Handlungskompetenz stärken(„Wie gehe ich mit Konflikten um?“).

Nicola Maier, Referentin in der Schulpastoral und Trainerin bei gewaltfrei handeln e.V.

In einer Welt, in der Aggression auf Starrsinn trifft, wirkt Dietrich Bonhoeffers radikaler Pazifismus wie eine Provokation. Doch was, wenn der gewaltfreie Dialog gerade dann unsere schärfste Waffe ist, wenn das Gegenüber schweigt oder schreit? Wir holen Bonhoeffers Friedensethik aus den Geschichtsbüchern an den Verhandlungstisch: Gesprächsbereitschaft als höchste Form von Widerstandskraft. Dabei geht es um eine alltagstaugliche christliche Streitkultur, die nicht einknickt, sondern Konflikte mutig und wertschätzend austrägt.

Pastor Christian Olding, Bistum Münster

Friedensbildung sollte im Unterricht vermittelt und auch durch konkrete Aktionen im Schulleben direkt für Schüler*innen erlebbar werden.

Nach einer Einbettung des Friedens-Engagements in theologische und bildungspolitische Kontexte, werden erste Ideen für friedensstiftende Aktivitäten im Schulalltag entwickelt.

 

Referentin: Dr. Heike Bee-Schroedter, Abteilung Schulpastoral

Workshop-Schiene III (Tag 2, 16.02.2027, Uhrzeit 11:00 – 12:30 Uhr) und IV (13:45 – 15:15 Uhr)

Gesellschaftliche Krisen, internationale Konflikte und ethische Herausforderungen machen das Thema Frieden aktueller denn je. Doch wie lässt sich die christliche Friedensethik heute zeitgemäß und lebensnah vermitteln? Unser Workshop bietet dazu viele Anregungen und stellt neue Unterrichtsmaterialien vor.

Der Workshop stellt Hintergrundwissen zu Friedensbildung und die kreative Projektidee „Würde unantastbar“ für praktische Teilhabe in der Zivilgesellschaft vor. Wir kommen vom Mit-Denken ins Mit-Machen: ein kreativer und partizipativer Workshop, wo die Elemente für Menschenwürde, Diversität und gesellschaftliche Verantwortung selber erprobt werden.

Ziel: die Werte- und Gestaltungskompetenz stärken („Wie kann Schule Menschenwürde und Frieden erfahrbar / sichtbar machen?“).

Nicola Maier, Referentin in der Schulpastoral und Initiatorin der „Würde unantastbar“ Brennstempel-Boxen im Medienzentrum

Unsere politische und soziale Öffentlichkeit wird an vielen Stellen durch Konflikte strukturiert. Davon profitieren diejenigen, die auf feste Identitäten und schnelle Mobilisierung bauen. Wie wäre es aber, wenn wir nicht nach Gewinner:innen und Verlierer:innen, sondern der größtmöglichen Vereinbarkeit zwischen den Werten und Bedürfnissen hinter den rivalisierenden Positionen suchten?! Dem Gottesreich kämen wir jedenfalls etwas näher.

In diesem Workshop lernst Du „Betzavta“ kennen, eine demokratiepädagogische Methode des israelischen Adam-Institutes. Ausgehend von der normativen Basis „Gleiches Recht auf freie Entfaltung für alle!“ fördert Betzavta eine demokratische Entscheidungskultur, indem Teilnehmende für die Dilemma-Struktur von Konflikten sensibilisiert werden. Jeder Übung liegt dabei ein praktischer Teil zugrunde, sodass die Auseinandersetzung stark erfahrungsbezogen ist.

Dementsprechend startet unser Workshop mit einer praktischen Übung, bevor das Erlebte gemeinsam reflektiert wird. Im Anschluss daran erfährst Du alles, was Du darüber hinaus noch über Betzavta wissen willst.

Voraussetzung zur Teilnahme ist die aktive Mitwirkung an allen Workshopteilen.

Dr. Maximilian Schultes, Betzavta-Trainer und Referent im Erzbischöflichen Generalvikariat, freut sich auf Ihr Kommen.

Ein vorläufiger Titel kann lauten: „Außenpolitisches Schweigen im Lichte von Massenverbrechen im Globalen Süden“ (Silencing). Das ganze soll sich, so ist bislang eine grobe Idee, im Anschluss an das Forschungsprojekt einer Kollegin von der Universität Passau und an einem Fallbeispiel aus der Krise/bzw. der Situation in (Süd-)Sudan orientieren (Beschweigen von Massenverbrechen • Universität Passau). So bislang eine grobe Idee.

Julian Schweer, Erzbistum Paderborn

Veranstaltungsdetails

Ort: Paderborn Bildungs- und Gästehaus Liborianum
An den Kapzinern 5-7
33098 Paderborn

Kosten: Teilnahmegebühr mit Übernachtung 99,-€ Teilnahmegebühr ohne Übernachtung 69,-€

Maximale Teilnehmerzahl: 70

Anmeldeschluss: 01.01.2027

Anmeldung: U01RPBS401

Schulform: Berufskolleg

 

Referenzrahmen Schulqualität

3.1 Werte- und Normreflexion; 3.2 Kultur des Umgangs miteinander; 3.3 Demokratische Gestaltung; 2.6 Lern- und Bildungsangebot

Kontakt:

Monika Leßmann

T:   05251 125 1343

E-Mail schreiben

 

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation der Abteilung Religionspädagogik, der kefb RegionPlus, dem Verband katholischer Religionslehrerinnen und Religionslehrer an Berufsbildenden Schulen e.V. (VKR) und der Theologischen Fakultät Paderborn.

Kontakt
schuleundhochschule@erzbistum-paderborn.de
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