Studierende der HEP-28 erörterten mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz viele Fragen über Gott und die Welt. Besonders intensiv überlegten die angehenden Fachkräfte mit Erzbischof Bentz verschiedene Fragen der Inklusion, ihrem eigenen Fachgebiet. Während die Studierenden v.a. deutlich mehr Inklusion z.B. im schulischen Alltag einforderten, z.B. durch Schulungen von Mitarbeitenden oder verbesserten Betreuungsschlüsseln erinnerte Erzbischof Bentz auch aufgrund von Erfahrungen im privaten Umfeld, dass in den vergangenen Jahrzehnten schon deutliche Fortschritte erreicht worden seien, worauf man sich jedoch nicht ausruhen dürfe.
Es wurden politisch-theologische-caritative Überlegungen ausgetauscht und Erzbischof Bentz forderte die Studierenden explizit auf, sich zum Anwalt/ zur Anwältin im sozialen Bereich zu machen, um die inklusiven Errungenschaften der vergangenen Jahre beizubehalten und auszubauen. „Das war, ist und bleibe harte Arbeit, um die Sozialgesetzgebung fortzuschreiben.“ Er sieht auch in den Pfarreien noch deutliche Verbesserungsmöglichkeiten der Teilhabe von Menschen mit Behinderung, denn „kein Mensch ist Gott egal“.
Dipl.-Theol. Jessica Bohn, Schulreferentin der Theologischen Fakultät Paderborn, nannte die alltäglich oft fehlende Sichtbarkeit und damit Unerfahrenheit als Barriere. Da, wo schon Kinder mit und ohne Behinderung im Alltag zusammen seien, würden weniger Barrieren entstehen.
Zum Abschluss des Gespräches zeigten die Studierenden Erzbischof Bentz die Gebärde „Ich segne dich!“, welche auf dem Insta-Kanal der Schule angesehen werden kann.
Vorbereitet haben sich die Studierenden im Religionsunterricht unter der Leitung von Dr. Dennis Lewandowski. In der HEP-Ausbildung werden Studierende zum Heilerziehungspfleger/ zur Heilerziehungspflegerin ausgebildet. Sie begleiten als Fachkräfte Menschen mit Behinderung im Alltag, assistieren ihnen, wo es nötig ist, und ermöglichen so Teilhabe am Leben in unserer Gesellschaft.