Im Religionsunterricht der 5. Klasse entfaltete sich eine wunderbare Begeisterung für das Rosenkranzgebet. Die Schülerinnen und Schüler wiederholten es mit viel Enthusiasmus, und einige äußerten den Wunsch, diese Erfahrung noch einmal zu machen. Diese positive Resonanz inspirierte die Lehrer, Christoph Paetzold und Yvonne Ringleb, den Monat Mai, der traditionell als Marienmonat gilt, in den Fokus zu nehmen. Die Idee, einen Marienaltar zu gestalten, nahm Gestalt an.
Dank der Unterstützung des Diözesanmuseums Paderborn erhielt die Schule eine beeindruckende historische Marienstatue aus Lindenholz als Dauerleihgabe. Diese Statue zeigt Maria als Mutter, die das Jesuskind im Arm hält, während sie auf einer Schlange steht, die einen Apfel im Maul hat, und gleichzeitig die Weltkugel repräsentiert. Diese eindrucksvolle Mariendarstellung ist nun das Herzstück des Marienaltars, der in der Schule einen besonderen Platz einnimmt.
Die Mini-Schulgeschichte der Schule half tatkräftig mit, einen geeigneten Ort für den Marienaltar zu finden. Jetzt steht er vor dem Sekretariat des Gymnasiums St. Xaver und zieht mit seiner Schlichtheit und Schönheit die Blicke auf sich. Eine Kerze, eine weiße Tischdecke und viele frische Blumen schmücken mittlerweile diesen besonderen Platz. Die Schülerinnen und Schüler der Schule wurden eingeladen, sich an der Blumengestaltung zu beteiligen. Die Klasse 5d machte sich auf den Schulhof, um geeignete Blumen zu suchen, und kreierte kleine, liebevoll gebundene Sträuße. Der Kunstkurs 2 der EF setzte sich im Kunstunterricht kreativ mit der japanischen Steckkunst Ikebana auseinander. Sie gestalteten künstlerische, minimalistische Blumengestecke, die dem Marienaltar eine zusätzliche ästhetische Note verleihen.
Das Ergebnis ist ein wahres Blumenmeer, das sich vor dem Marienaltar entfaltet. Der Duft von frischen Blumen erfüllt das pädagogische Foyer und versprüht einen Hauch von Frühling. Die Schülerinnen und Schüler sind stolz auf ihr Werk und zeigen durch ihre Gestaltung, wie wichtig ihnen die Figur Maria ist. Es entsteht ein Ort der Ruhe und Besinnung, an dem die Schulgemeinschaft zusammenkommt, um die Bedeutung des Marienmonats zu feiern. In der nächsten Woche soll daher noch einmal gemeinsam der Rosenkranz mit Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse und der EF gebetet werden.
Yvonne Ringleb