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Schule und Hochschule im Erzbistum Paderborn
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© Jon Tyson@unsplash.com

Gottes Wort macht Schule. Interview zum sechsten Sonntagsevangelium der Fastenzeit

Fastenzeit – eine geschenkte Zeit um innezuhalten, sich neu auszurichten und umzukehren.
Dazu braucht es immer wieder Inspirationen und eine Orientierung an Gottes Wort.
Unsere Impulse möchten Sie dazu anregen:
Zu Beginn jeder Fastenwoche präsentieren wir Ihnen auf unserer Homepage ein neues Interview, in dem das Evangelium des jeweiligen Fastensonntags die Gesprächsgrundlage ist:
Unsere Gesprächspartnerinnen und -partner stammen aus verschieden Bereichen der Schulpastoral, leben in verschiedenen Orten des Bistums, sind jung und älter. Gemeinsam ist ihnen ihr Interesse an Gottes Wort für ihr Leben.
So macht Gottes Wort Schule.

Evangelium des sechsten Fastensonntags: Lk 19, 28 -40

28 Nach dieser Rede zog Jesus voran und ging nach Jerusalem hinauf. 29 Und es geschah: Er kam in die Nähe von Betfage und Betanien, an den Berg, der Ölberg heißt, da schickte er zwei seiner Jünger aus 30 und sagte: Geht in das Dorf, das vor uns liegt! Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr dort ein Fohlen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet es los und bringt es her! 31 Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann antwortet: Der Herr braucht es. 32 Die Ausgesandten machten sich auf den Weg und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte. 33 Als sie das Fohlen losbanden, sagten die Leute, denen es gehörte: Warum bindet ihr das Fohlen los? 34 Sie antworteten: Weil der Herr es braucht. 35 Dann führten sie es zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Fohlen und halfen Jesus hinauf. 36 Während er dahinritt, breiteten die Jünger ihre Kleider auf dem Weg aus. 37 Als er sich schon dem Abhang des Ölbergs näherte, begann die Schar der Jünger freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Machttaten, die sie gesehen hatten. 38 Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Ehre in der Höhe! 39 Da riefen ihm einige Pharisäer aus der Menge zu: Meister, weise deine Jünger zurecht! 40 Er erwiderte: Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien.

(Einheitsübersetzung 2016)

 

„…für mich drückt dieser Text das große Vertrauen der Jünger in die Worte und damit die Botschaft Jesu aus. Dieses Vertrauen wünsche auch ich mir als Grundlage für meine Arbeit als Religionslehrerin.“

 

Angelika Friede, Religionslehrerin in Paderborn

Fünf Fragen an Angelika Friede

Redaktion

1. Wer bist du und welche Aufgabe hast du in deinem schulischen Aufgabenbereich?

Angelika Friede

Ich bin Angelika Friede , 63 Jahre jung und arbeite seit 39 Jahren als Lehrerin für die Fächer Katholische Religion und Sport am Gymnasium St. Michael in Paderborn.

Ich verstehe meinen Beruf als Berufung und übe ihn noch immer leidenschaftlich gern aus  – als Fachlehrerin und als Klassenlehrerin. Eine besondere Erfüllung finde ich in meinen Aufgaben als langjährige Vertrauenslehrerin, Mitarbeiterin im Lehrerrat und in der Steuergruppe. Nach erfolgreicher Teilnahme an der Schulpastoralausbildung engagiere ich mich in der Schulpastoralgruppe unserer Michaelsschulen und versuche mit dieser Gruppe den „guten Geist von St. Michael“ zu prägen.

Redaktion

2. Welcher Gedanke oder welcher Vers des Sonntagsevangeliums spricht dich besonders an?

Friede

Mich sprechen besonders die Verse 31 und 34 an, da sie das bedingungslose Vertrauen der Jünger in die Worte Jesu ausdrücken. Sie folgen ihrem Herrn; führen seinen ja zunächst nicht nachvollziehbaren Auftrag aus ohne zu murren oder zu meckern, ohne ihn in Frage zu stellen – voller Vertrauen – und erreichen dann auch das Gewünschte! Auch die Verse 36, 37 und 38 sprechen mich sehr an, da die Jünger ihrer Freude in besonderer Weise Ausdruck verleihen – durch ihren Lobpreis und das Bereitstellen ihrer Kleidung.

Redaktion

3. Welches Bildmotiv oder welches Foto verbindest du mit dem Evangeliumstext?

Friede

Immer wieder erscheint ein Bild meiner Kindheit vor meinen Augen, wenn ich dieses Palmsonntags-Evangelium lese oder höre: Jesus auf dem Fohlen in die Stadt reitend, begleitet durch den Jubel der Menschen, die Palmzweige in den Händen halten und Jesus damit begrüßen. Diese Palmzweige haben wir jedes Jahr in unserer Gemeinde Riege mit den Kommunionkindern gestaltet und an die Gottesdienstteilnehmende verteilt. Die Geste hat vielen Familien Freude bereitet und den dann leidvollen Weg durch die Karwoche begleitet.

© shutterstock.com
Redaktion

4. Ist der Evangeliumstext bedeutsam für deine Arbeit? Kannst du hier Bezüge herstellen?

Friede

Ja, ich würde ihn als bedeutsam für meine Arbeit einordnen!
Denn für mich drückt dieser Text das große Vertrauen der Jünger in die Worte und damit die Botschaft Jesu aus. Dieses Vertrauen wünsche auch ich mir als Grundlage für meine Arbeit als Religionslehrerin. Und die Jünger ehren und achten Jesus mit Freude, sie loben und jubeln Gott und Jesus zu und wirken ansteckend für andere Menschen.
Auch das würde ich mir für mein Christsein in diesen schwierigen Zeiten wünschen und zum Vorbild nehmen.
Nach dem Palmsonntag beginnt das Leiden und Sterben Jesu – eine zutiefst traurige und schmerzvolle Zeit – aber sie endet nicht hoffnungslos. Ostern bedeutet für mich der Sieg des Lebens über den Tod und die Erfahrung auch aus meinem Leben, dass Liebe stärker ist als der Tod.

Redaktion

5. Welchen Gedanken nimmst du dir aus dem Fastenevangelium für die kommende Woche mit?

Friede

Ich nehme drei Gedanken mit und versuche diese zu leben:

  • mich begeistern lassen von der Botschaft Jesu.
  • nicht zu schweigen, sondern für meine Überzeugungen einzustehen und diese freudig und begeistert weiterzugeben.
  • Vertrauen in Gott und Jesu Botschaft zu haben.
 
schuleundhochschule@erzbistum-paderborn.de
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